"Der Bock des Jahres" 2014

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Am 14.12.2014 fuhren wir nach Bayrischzell. Dort warnten Umweltverbände vor der Gefährdung der Alpen durch Verbauung, Tourismus und Klimawandel. Drei Phänomene, die sich gegenseitig verstärken und voneinander abhängen. Tourismus beschleunigt den Klimawandel; beide erfordern zusätzlichen Baumaßnahmen.

Für die Gegend um Bayrischzell gilt: Der Ausbau des Skigebiets Sudelfeld konnte trotz Protesten und gerichtlicher Klage nicht verhindert werden. Bis Ende 2014 wurde die künstliche Beschneiung erweitert und der Bau des 155.000 Kubikmeter großen Speicherbeckens abgeschlossen. Zum Beginn der Skisaison 2014/2015 wollte daher die Umweltschutzorganisation "Mountain Wilderness" mit einer Protestkundgebung ein Zeichen gegen die massiven Eingriffe in die Landschaft und das zu kurzfristig gedachte Tourismuskonzept setzen.

Die Kundgebung fand am 14.12.2014 von 11-13 Uhr statt, mangels Schnee bzw. Skibetrieb im Ortszentrum von Bayrischzell. Wie passend, so fanden wir, dass der warme Winter deutlich vor Augen führte, wie nötig ein Umdenken im Wintertourismus ist. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der jährliche Mountain Wilderness Preis „Bock des Jahres“ für die größte Umweltsünde in den deutschen Alpen vergeben. Für die musikalische Untermalung sorgten „Hans Well und die Wellbappn“.

Die Aktion wurde ausser von Greenpeace Rosenheim unterstützt von: Deutscher Alpenverein, Jugend des Deutschen Alpenvereins, Bund Naturschutz Bayern, Jugend des Bund Naturschutz, Verein zum Schutz der Bergwelt, Naturfreunde Bayern, Arbeitsgemeinschaft alpiner Umweltschutz der Sektion Oberland, Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal, CIPRA und Gesellschaft für ökologische Forschung.

Skitourismus ist kein Menschenrecht, ebenso wenig wie Reisen ins All, Tiefseetauchen oder Flugreisen. Umso weniger, als andernorts Menschen und ihre Heimat im steigenden Meerwasser versinken.